Geschichte beweGT im Stadtmuseum Gütersloh

Herzlich willkommen auf den Seiten des Stadtmuseums Gütersloh! Der Heimatverein Gütersloh e.V. als Träger lädt sie herzlich ein, unsere Sonder- und Dauerausstellungen zu erkunden oder das Museum bei einer Führung, einem Workshop oder einem Kindergeburtstag  zu erleben!

Das Herz der Gütersloher Geschichte

Stadtmuseum Gütersloh
Das Stadtmuseum Gütersloh an der Kökerstraße 7–11 a
wird vom Heimatverein Gütersloh getragen. Das mitten
in der Innenstadt gelegene Museum zeigt eine umfangreiche Dauerausstellung zum einen zur Geschichte der Stadt Gütersloh, zum anderen zur Industriegeschichte und Medizingeschichte, wobei die Exponate zu diesen Themen über den lokalen Rahmen hinausgehen. Zudem gibt es wechselnde Sonderausstellungen. Ein erstes Heimatmuseum gab es in Gütersloh ab 1935, nachdem schon in den 1920er Jahren für Funde im Raum Gütersloh der Wunsch nach einem solchen Museum aufgekommen war. Das Gebäude wie die Exponate wurden im Zweiten Weltkrieg beschädigt und zum Teil zerstört.
1974 wurden die Reste der früheren Ausstellung in
einem neuen Heimathaus gezeigt.

Industriegeschichte

Die Dauerausstellung »Industriegeschichte« im Stadtmuseum beleuchtet die industrielle Entwicklung in Deutschland anhand lokaler Firmen, mit Schwerpunkt auf Textilindustrie, Metallindustrie und Druckindustrie in Gütersloh. Exponate wie Handwebstühle und me- chanische Webstühle veranschaulichen die Entwicklung der Textilindustrie in Ostwestfalen. Das Druckwesen wird anhand der historischen Bedeutung Güterslohs als Bücherstadt und Medienstadt dargestellt. Zudem zeigt die Ausstellung Werkzeuge und Maschinen der Metallverarbeitung sowie Waschmaschinen von Miele, dem zweitgrößten Arbeitgeber der Stadt. Ein Besuch im nahegelegenen, kostenlosen Miele-Museum bietet weitere Einblicke, auch zu Mieles Fahrrädern und Automobilen.

Kirchengeschichte

2017 war das 500. Jubiläum des Thesenanschlags Martin Luthers, das als Beginn der Reformation gilt. Das Stadtmuseum Gütersloh widmete diesem Anlass eine Sonderausstellung, die nicht nur Luther, sondern auch Persönlichkeiten wie Hermann Bonnus und Johann Volkening beleuchtete. Die Ausstellung untersuchte, wann der lutherische Glaube Gütersloh erreichte, wie Katholiken und Protestanten eine Kirche teilten und warum Gütersloh als »Evangelisches Rom« bezeichnet wurde. Neben historischen Tafeln und Exponaten wurden Figuren der 1944 zerstörten Apostelkirche nach 70 Jahren erstmals gezeigt. In der Dauerausstellung »Kirchengeschichte« sind neben einer Orgel Gegenstände des Kirchlichen Lebens sowie ein Faksimile des Benediktinischen Chor- buchs »Antiphon« zu sehen.

Stadtgeschichte

Die Ausstellung in Gütersloh präsentiert die Stadtgeschichte von der Bronzezeit bis zur digitalen Revolution. Zu den Highlights gehört eine Replik des 3.500 Jahre alten »Pavenstädter Riesenbechers«, ergänzt durch Fundstücke und Alltagsgegenstände verschiedener Epochen. Themen wie Mobilität in früheren Jahrhunderten, das Zusammenleben von Protestanten und Katholiken während der Ravensberger Erweckungsbewegung sowie das Handwerk der Kupferschmiede Thiro zeigen, wie sich die Stadt und ihre Bewohner wandelten. Ein weiterer Bereich widmet sich Gütersloher Stiftern wie Reinhard Mohn, der 1996 die älteste Bürgerstiftung Deutschlands gründete. Die Einrichtung der Gütersloher Kupferschmiede Thiro ist im ehemaligen Pferdestall des Fachwerkgebäudes zu bestaunen.

Medizingeschichte

Das Museum in Gütersloh widmet sich der Medizingeschichte, inspiriert durch den Arzt Dr. Wilhelm Angenete, dessen Sammlung den Grundstein des Museums bildet. Die Ausstellung, ausgezeichnet mit einem Spezialpreis des European Museum of the Year Award 1990, verbindet allgemeine Entwicklungen der Medizin mit lokalem Bezug. Zu den Highlights zählen der Schreibtisch von Nobelpreisträger Robert Koch, ein Drogerie-Verkaufsraum von 1890, Zahnarzteinrichtungen aus 1925 und 1955 sowie die »Eiserne Lunge«, ein Beatmungsgerät aus den 1950er Jahren. Viele Exponate werden für Sonderausstellungen oder Leihgaben genutzt. Ein Highlight ist der originale Schreibtisch des Nobelpreisträgers Robert Koch, den er als Direktor des Instituts für Hygiene in Berlin nutzte.

„Das Stadtmuseum Gütersloh ist ein wahrer Schatz! Die Art und Weise, wie die Geschichte präsentiert wird, ist fesselnd und inspirierend. Ein Muss für jeden Gütersloher und Besucher.“

Ein begeisterter Besucher